Das Marie-Colinet-Haus ist in Betrieb

Am Samstag, 22. August 2026, wurden 45 stationäre Patientinnen der Frauenklinik sowie 28 Risiko- und Frühgeborene der Neonatologie ins neue Gebäude verlegt. Neben dem regulären Klinikbetrieb stellten zusätzlich 40 Mitarbeitende den Parallelbetrieb im Theodor-Kocher-Haus sowie im Marie-Colinet-Haus sicher. Mit der Hilfe von 36 freiwilligen Helfern war der Patientenumzug nach etwas mehr als drei Stunden abgeschlossen. 

Der Standortwechsel ist geglückt. Der Umzug erforderte viel Vorbereitung, Präzision und Flexibilität. Unsere Mitarbeitenden zeigten einen grossen Effort und viel Teamgeist. Sie gestalteten den Umzug mit viel Aufbruchstimmung mit.

Vera Urquizo, Leiterin Betriebswirtschaft der Frauenklinik und klinikseitige Hauptverantwortliche für den Umzug

Neben dem regulären Betrieb mit 27 Personen stellten zusätzlich 40 Mitarbeitende – darunter Ärztinnen und Pflegefachpersonen – den Parallelbetrieb in beiden Gebäuden sicher. Weiter standen 36 freiwillige Insel-Mitarbeitende für den Patientenumzug im Einsatz. Zum Güterumzug gehörten unter anderem 320 Büroarbeitsplätze, 225 Sideboards, Lagergestelle und Wandschränke sowie 84 Patienteninfotainment-Anlagen. Im gesamten Umzugsprojekt wurden 4200 Umzugskisten transportiert und täglich 15 Lastwagenfahrten durchgeführt.

Minutiöse Planung

Die Grundlage für den erfolgreichen Umzug wurde bereits im Januar 2025 gelegt. Während rund eineinhalb Jahren planten zahlreiche Mitarbeitende aus verschiedensten Bereichen den Standortwechsel bis ins Detail. Unter der Prämisse, dass der Spitalbetrieb möglichst wenig eingeschränkt wird, galt es zahlreiche Abhängigkeiten zu berücksichtigen: von der Demontage, dem Transport und der Wiederinbetriebnahme der Medizingeräte inklusive Anschluss an das Klinikinformationssystem über Schulungen und Notfallübungen bis hin zur Vorbereitung besonders sensibler Bereiche wie Labor und In-vitro-Fertilisation.

Für Vera Urquizo, Leiterin Betriebswirtschaft der Frauenklinik, ist der Standortwechsel geglückt: «Der Umzug erforderte viel Vorbereitung, Präzision und Flexibilität. Gleichzeitig zeigten unsere Mitarbeitenden einen grossen Effort und viel Teamgeist. Sie gestalteten den Umzug mit viel Aufbruchstimmung mit.»

Umzug im laufenden Spitalbetrieb

Am Umzugstag arbeiteten Medizin, Pflege, Logistik, Technik und IT eng zusammen. Der Standortwechsel erfolgte mitten im laufenden Spitalbetrieb. Die Verlegung der Patientinnen und Patienten sowie der Risiko- und Frühgeborenen wurde entsprechend ihren medizinischen Bedürfnissen sowie unter besonderer Berücksichtigung ihrer Sicherheit und ihres Wohls vollzogen. André Kidszun, Leiter der Neonatologie, präzisiert: «Die intensivmedizinisch betreuten Frühgeborenen wurden von drei Fachpersonen begleitet, die sicherstellten, dass die Beatmung und Überwachung zu jeder Zeit richtig eingestellt waren. Auf der modernen, familienzentrierten Neonatologie im Marie-Colinet-Haus können die Eltern nun noch näher bei ihren Kindern sein.» Auch Corinne Maurer Hofer, Leitung Pflege Medizinbereich der Frauenklinik, zieht eine positive Bilanz: «Dank des ausserordentlichen, engagierten Einsatzes des Pflegefachpersonals, der Hebammen und des Führungskaders konnten wir den Umzug unserer Patientinnen ohne Zwischenfälle durchführen». 

Spitzenmedizin auch am neuen Standort

Prof. Dr. med. Daniel Surbek, Co-Klinikleiter der Frauenklinik und Chefarzt, freut sich über den gelungenen Umzug und das neue Zuhause: «Das sanierte Gebäude wird sowohl den Bedürfnissen unserer Patientinnen als auch der Spitzenmedizin gerecht, die unsere Ärztinnen und Ärzte jeden Tag leisten. Für unsere Patientinnen und auch für die Mitarbeitenden ist es ein grosser Fortschritt». 

Dass der Betrieb und die Abläufe im Marie-Colinet-Haus funktionieren, zeigte sich, als kurz nach dem Umzug das erste Baby per Kaiserschnitt zur Welt kam.

Prof. Dr. med. Michael Mueller, Co-Klinikleiter und Chefarzt Gynäkologie und gynäkologische Onkologie, ergänzt: «Dank des riesigen Einsatzes aller beteiligten Mitarbeitenden sind ab Montagmorgen sämtliche Operationssäle voll funktionsfähig. Damit können wir unsere Patientinnen vom ersten Tag an unter optimalen Bedingungen operieren und auch komplexe gynäkologisch-onkologische Eingriffe ohne Einschränkungen durchführen.»

Theodor-Kocher-Haus vorübergehend geschlossen

Nach dem Umzug wird das Theodor-Kocher-Haus vorübergehend geschlossen und für die zukünftigen Nutzenden umgebaut. Der Zugang zur Radio-Onkologie bleibt über den Eingang am Mechthild-von-Seedorf-Weg 7 weiterhin geöffnet.