Im Jahr 2025 wurden in der Insel Gruppe 55 802 akutstationäre und 893 207 ambulante Patientinnen und Patienten behandelt. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Wachstum von 3.0 % stationär und 4.8 % ambulant. Der Schweregrad der stationären Fälle (Case-Mix-Index) hat sich von 1.46 auf 1.49 erhöht (+2.2 %). Diese Entwicklung zeigt, dass zunehmend komplexere und schwerer erkrankte Patientinnen und Patienten behandelt werden. Damit stärkt die Insel Gruppe ihre Position als hochspezialisiertes universitäres Zentrum weiter. Mit der Inbetriebnahme des Anna-Seiler-Hauses im Jahr 2023 und dem Go-live des Klinikinformations- und Steuerungssystems (Epic) im Jahr 2024 wurden wesentliche Voraussetzungen geschaffen, um die Leistungen kosteneffizient zu erbringen.
Die umfassende Transformation zeigt Wirkung: Die Insel Gruppe schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzerngewinn von CHF 134.8 Mio. ab (Vorjahr: Konzernverlust CHF 23.7 Mio.). Die EBITDA-Marge beträgt 14.0 % (Vorjahr: 5.5 %). Mit der Vollkapitalisierung der Bernischen Pensionskasse (Deckungsgrad 103.2 % per Ende 2025) konnte die Insel Gruppe Rückstellungen für Finanzierungsbeiträge auflösen. Dieser einmalige Sondereffekt beeinflusst das Konzernergebnis positiv im Umfang von CHF 49.6 Mio.
Positives Ergebnis im Spitalbetrieb
Im Segment Spitalbetrieb beträgt der Gewinn CHF 126.2 Mio. Gegenüber dem Vorjahr (Verlust von CHF 50.6 Mio.) entspricht dies einer Verbesserung im Umfang von CHF 176.8 Mio. Die positive Entwicklung ist hauptsächlich auf den höheren Betriebsertrag (CHF +147.2 Mio. / +8.6 %) bei gleichzeitiger Reduktion der Personalkosten (CHF –33.4 Mio. / –3.1 %; exkl. Sondereffekt BPK) zurückzuführen. Dabei haben sich auch die mit den Versicherern erzielten Tarifverhandlungslösungen (CHF +19.8 Mio.) sowie die erhöhte Kantonsabgeltung für die ärztliche Weiterbildung (CHF +9.6 Mio.) positiv ausgewirkt.
Investitionen und Reduktion der Verschuldung
Die Investitionstätigkeit beläuft sich im Jahr 2025 auf CHF 94.9 Mio. Davon betreffen CHF 71.3 Mio. die Erneuerung des Marie-Colinet-Hauses (Gebäude der Frauenklinik und der Augenklinik). Gleichzeitig konnten aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung kurzfristige Finanzverbindlichkeiten im Umfang von CHF 80.0 Mio. reduziert werden.
Strategie 2035 im Alltag verankern
Das Jahr 2025 stand im Zeichen der finanziellen Gesundung. Weiter verstärkte die Insel Gruppe die Massnahmen für die Transformation der Führungs- und Unternehmenskultur. «Wir richten unsere Führung und unsere Strategie konsequent an den Patientinnen und Patienten aus. Dazu verbessern wir Abläufe entlang der Patientenpfade, stärken die integrierte Versorgung und nutzen Gesundheitsdaten verantwortungsvoll, um so die bestmögliche Behandlung und Betreuung sicherzustellen. So sichern wir Qualität, Stabilität und steigern die Investitionskraft der Insel Gruppe», resümiert Adrian Schmitter, Verwaltungsratspräsident der Insel Gruppe den laufenden Strategie- und Transformationsprozess.
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Konzernrechnung Insel Gruppe 2025
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