Die Insel Gruppe hat entschieden, den Einsatz des Cardioband-Systems am Inselspital extern überprüfen zu lassen. Die Untersuchung umfasst alle am Inselspital durchgeführten Behandlungen mit dem Cardioband. Ziel ist es, die Indikationsstellung, die Behandlungsprozesse sowie die klinischen Ergebnisse umfassend aufzuarbeiten. Die Abklärungen erfolgen unter der Leitung von Professor René Prêtre, Honorarprofessor und Cardiac Consultant am Universitätsspital Lausanne CHUV.
Der Entscheid erfolgt vor dem Hintergrund der anfangs Mai veröffentlichten Untersuchungsergebnisse zur Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich, in denen auch der Einsatz des Cardioband-Systems analysiert wurde. Die Insel Gruppe hat die dort aufgezeigten Erkenntnisse studiert und lässt nun die eigenen Anwendungen des Verfahrens unabhängig überprüfen.
Nach aktueller Kenntnis bestehen keine Hinweise auf Sicherheitsprobleme bei den am Inselspital durchgeführten Eingriffen. Die Insel Gruppe erachtet eine unabhängige Überprüfung der durchgeführten Behandlungen und Entscheidungsprozesse dennoch als angebracht. Sie will damit sicherstellen, dass die Erkenntnisse aus Zürich auch im Hinblick auf die eigene Praxis sorgfältig und unabhängig aufgearbeitet werden.
«Patientensicherheit und Behandlungsqualität haben für uns oberste Priorität. Deshalb lassen wir die durchgeführten Behandlungen und die zugrunde liegenden Entscheidungen umfassend und unabhängig überprüfen», sagt Jennifer Diedler, CEO der Insel Gruppe. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Insel Gruppe über die Ergebnisse und über allfällige daraus abgeleitete Massnahmen informieren.
Cardioband am Inselspital: Aktueller Kenntnisstand
Das Cardioband wurde am Inselspital ausschliesslich an der Trikuspidalklappe eingesetzt. Insgesamt wurden 36 Devices implantiert. Gemäss aktuellem Kenntnisstand gab es keine Todesfälle, die in direktem zeitlichem Zusammenhang mit einem medizinischen Eingriff auftraten. Das Cardioband wird am Inselspital nicht mehr eingesetzt. Es ist nicht mehr verfügbar.
